Monate: November 2018

Reisefieber als Songwriter

Wenn man mich fragt: Wo fühlst du dich ganz bei dir? Dann antworte ich: „Dort wo ich ganz weit weg bin“. Musik ist für mich eher Berufung denn Beruf, aber ganz so wild und frei wie ich mir das zu Beginn vorgestellt hatte, ist das Leben als Musikerin nicht. Wenn man seinen Lebensunterhalt mit Musik bestreiten möchte, ist das ein sehr mutiges Vorhaben. Wie viele andere Musiker habe auch ich mir über die Jahre mehrere Standbeine aufgebaut. In meinem Artikel: „Mein Alltag als Songwriter“, erfährst du übrigens wie ich es geschafft habe von der Musik zu leben. Der tatsächlich künstlerische Aufwand füllt dabei leider nur einen kleinen Teil meines alltäglichen Arbeitspensums aus. Genau deshalb kommt es immer wieder vor, dass ich mich trotz vorausschauender Planung und einem achtsamen Lebensstil in Organisation und Terminstress verliere. Trotz allem bin und bleibe ich aber eine Künstlerseele durch und durch. Meine Kreativ-Akkus lade ich am besten beim Reisen auf. Irgendwohin, am besten ganz weit weg, damit ich mir selbst wieder nahe sein kann. Gerne nach Asien, weil ich dort …

Warum ich Musikerin wurde

Ich wollte schon als Jugendliche Musikerin werden. Mit 15 Jahren hatte ich das bereits als klare Berufsvorstellung. Aber das berühmte „Aha Erlebnis“ , meine „Eingebung“ oder wie immer du es nennen willst hatte ich schon viel früher, und zwar als kleines Kind bei meinem ersten Kinobesuch. Es war der Disney-Film „Ariele die kleine Meerjungfrau“, welcher mich zum singen animierte. Vielleicht klingt das jetzt etwas kitschig, aber genau so war es. Alle die den Film kennen, wissen, dass der kleinen Meerjungfrau die Stimme geklaut und von der bösen Meerhexe in einer Muschel versteckt wurde. Die Stimme wurde als wertvolles glänzendes Lichtobjekt dargestellt, was mich als Kind zutiefst berührte. Als ich später ernsthaft beschloss Musikerin zu werden, machte ich mir eigentlich weniger Gedanken darüber, berühmt zu sein. Ich wollte einfach in Bands spielen, umherziehen und mit meiner Musik andere erfreuen. Eben den ganz klassischen Rock´n´Roll-Lifesyle. Natürlich wurde ich von allen Seiten belächelt, und meine Eltern, die sehr offen für meine Wünsche waren, meinten, dass dies nicht möglich ist. Ich entwickelte also früh den Ehrgeiz, es allen beweisen …